© BVN/NPO
Fit fürs digitale Zeitalter

Zeitgemäßer Auftritt: BVN verabschiedet sich vom Satellitenschüssel-Logo

22. April 2018 um 11:28 Uhr – Marcel Pohlig

Seit Mitte der 1990er verbreitet BVN das Beste aus Flandern und den Niederlanden in die weite Welt. Vor Kurzem legte sich der Auslandssender ein lange überfälliges neues Design zu und verabschiedete sich in diesem Zuge auch vom bisherigen Logo.

Wirklich schön war das bisherige Design, das es gar schon im Zeitalter des 4:3-Fernsehens gab, nie. Wie aus seiner Zeit gefallen präsentierte sich BVN („Het Beste van Vlaanderen en Nederland“) bis vor wenigen Wochen. Ab und an schaue ich den Kanal mal, um mich daran zu erfreuen, dass ich nach meinem Niederländischkurs in so manchem Satz doch noch zwei Wörter verstehe. Die bisherige Station-ID mit pulsierendem Logo und sich kreisendem Fahrrad im Hintergrund machte aber dabei doch eher Kopfschmerzen und die Papp-Cut-Outs typisch niederländisch/flämischer Bauten wirkten bei den Sendetafeln zwar ganz putzig, aber das doch eher für einen Offenen Kanal und nicht für einen Sender, der immerhin anderthalb Länder in der internationalen Senderlandschaft vertritt.

Auch das Logo war nicht wirklich ansprechend gestaltet; die Schrift sehr einfach und die stilisierte Satellitenschüssel ebenfalls wie ein Merkmal von gestern. Längst forciert BVN schließlich den Empfang per kostenloser App – da wirkte das bisherige Logo alles andere als modern und zeitgemäß, eine Satellitenschüssel braucht es zum Empfang schließlich längst nicht mehr. Das neue Logo greift zwar noch die Kernform der Schüssel, den zur Seite getorkelten Kreis, auf. Das war es am Ende aber auch schon. Stattdessen steht der Sendername in fetten, passend zum Torkelkreis kursiven kleinen Lettern in ihm und bekam noch einen selbstbewussten Punkt spendiert. Das ist genug, um an die alte Form anzuknüpfen, am Ende aber doch so modern zu erscheinen, dass das Logo auch als App-Icon stylish ausschaut.

© BVN/NPO

Auch von der bisherigen Farbgebung hat sich BVN mit dem Redesign verabschiedet. Aus dem satten Rot des alten Logos wurde ein Creme21-Orange im neuen Logo. Die Buchstaben erscheinen nicht mehr weiß, sondern leicht beige. Das mag ich, weil der Beigeton gut mit dem Orange harmoniert und Buchstaben einfach zu häufig einfach nur weiß erscheinen. On-Air fällt dies weniger auf, das BVN im neuen Auftritt auch den Hintergrund der Programmtafeln, im ganz leichten Used-Look, beige eingefärbt hat. Auch dort harmoniert dies aber gut mit den übrigen orangefarbenen Elementen.

httpv://www.youtube.com/watch?v=https://www.youtube.com/embed/BEM4PN9Iy2s

Schaut man sich das Video mit den Elementen des neuen Auftritts an, kann man gar nicht mehr so recht glauben, dass BVN mal so aussah wie im oben verlinkten Video. Die orangefarbenen Akzente passen in den Trailern gut zur Transparenz und die Schrift ist deutlich genug, um auch auf kleineren Bildschirmen klar lesbar zu sein. Schön ist, dass man die pulsierende Funktion des Logos als Element für Übergänge in abgespeckter Version beibehalten hat, ebenso wie Elemente aus dem Sounddesign. Dass die Papp-Cut-Outs echten Aufnahmen weichen mussten, wirkt zwar weniger originell – aber umso professioneller und zeitgemäßer. BVN hat mit dem neuen Auftritt einen großen Schritt ins Jetzt gemacht.

2 Kommentare

    • Danke für den Hinweis! Ich hatte heute mal länger NPO2 laufen und es kam mir anders vor, aber das alte war mir nicht gut genug im Gedächtnis. Dann lag ich ja doch nicht falsch, als ich heute vermutete, dass auch dort geschraubt wurde 🙂

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