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Nur marginale Änderungen

WELT-Premiere: Tatjana Ohm läuft nun ins ’neue‘ Studio

18. Januar 2018 um 7:36 Uhr – Marcel Pohlig

Heute ist es also endlich soweit: Nach nicht nur sprichwörtlicher jahrelanger Vorbereitung benennt Axel Springer den schon im Dezember 2013 erworbenen Infosender N24 in WELT um. Im Zuge der Umbenennung gibt es auch marginale Veränderungen im Auftritt.

Man konnte ja fast glauben, dass die Umstellung auf den neuen Namen nie mehr passieren wird. Immer wieder wurden Gründe gefunden, um den Namenswechsel aufzuschieben. Vorbereitet wurden die Zuschauer auf diesen bereits im Jahre 2016, als N24 noch vor den US-Wahlen ein neues Design bekam und damit in den neuen Auftritt der WELT integriert wurde. An diesem Design hält Axel Springer nun, das ist logisch, auch mit der Verbreitung des Fernsehsenders unter dem Namen WELT fest.



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Die wohl auffälligste Veränderung betrifft das lange, zur vollen Stunde genutzte Nachrichtenintro – zumindest für Menschen, die wenig blinzeln. Seit dem Redesign endet es nämlich damit, dass Tatjana Ohm in das Studio läuft. Ungünstigerweise lief sie bislang noch in das rot-orange-angehauchte Studio, das mit dem Redesign etwa umdekoriert und vor allem deutlich weniger farbenfroh gestrichen wurde. Mit dem Wechsel auf den namen WELT wurde dies nun aber endlich korrigiert und Frau Ohm marschiert nun auch in das aktuelle Studio.

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Davon abgesehen gibt es nur äußerst kleine Veränderungen im Auftritt – und da das Design-Video des Senders dem des N24-Redesigns gleicht, waren diese wohl auch schon von vornherein geplant. Da wäre das Cornerlogo, das bei Programmtrailern nun auch in einem dunkelblauen Riegel sitzt, während das N24-Logo noch freistehend war. Da wären die Textzeilen bei Formatintros, bei denen die Schrift nun etwas verkleinert wurde. Die Marke WELT kommt damit stärker zur Geltung, während N24 noch auf gleicher Höhe mit dem Titel, also etwa „Earth TV“ oder „Sport“, stand. N24 hatte, anders als WELT, aber auch ein orangefarbenes Quadrat voranstehend und fiel alleine schon dadurch besser auf.

Zum upgedateten Design-Video auf Vimeo

Besonders schön ist die Tafel für „Welt der Wunder“, das mit stets vorangestelltem Sendungslogo auf den ersten Blick nun „Welt Welt der Wunder“ heißt und wie ein Geschwisterchen des „Sat.1 Film Film“ wirkt. Wer übrigens die alte Musik aus der Vor-Springer-Ära vermisst: Der Nachrichten-Wiederholungsschleifen-„Livestream“ im Web, bei dem der Ticker ein paar Pixel zu tief sitzt und der ab 21 Uhr nur noch aus Texttafeln besteht, nutzt in den Abendstunden und nachts erstaunlicherweise noch immer die alte Musik. Und bei „Studio Friedmann“ lebt ja sogar das orangefarbene Quadrat, das als Designelement fehlen wird, weiter. (Dass N24 Doku irrsinnigerweise weiterhin N24 Doku heißt, schweigen wir an dieser Stelle mal tot.)

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Abschließend noch eine kleine Notiz zur, ähm, Notiz: Der kürzlich verschobene Fokus im Studio hatte tatsächlich eine Modernisierung der Videowand als Ursache. Sie wird mittlerweile wieder genutzt und ist nach links erweitert worden und wird nun durch weiße Leuchtkästen eingefasst. Und auch der Tisch, dessen Austausch schon beim Redesign 2016 in Aussicht gestellt wurde, wurde tatsächlich noch ausgetauscht. Der wirkt in seiner neuen Schlichtheit und Größe aber in dem großen Studio vor allem verloren und unförmig. Zum Glück wird im Nachricnten-Intro aber ja nicht deutlich, welcher Tisch da gerade im Studio stand.

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