Mit Beginn des Oktobers verpasste RTL seinem „Nachtjournal“ eine angepasste Optik. Eine Großstadt bei Nacht bildet zwar weiterhin die Kulisse, doch der Kölner Dom musste das Weite suchen.

Und da stand er plötzlich in einer neuen virtuellen Kulisse: Am 2. Oktober präsentierte Maik Meuser das „Nachtjournal“ erstmals in einer überarbeiteten Optik. Es würde zu weit gehen, gleich von einem neuen Design zu sprechen – verändert wurde aber doch einiges. Vor allem wurde das „Nachtjournal“ wieder an die abendlichen Nachrichten von „RTL aktuell“ angeglichen. Statt ausgeschnittener Bildchen gibt es nun nämlich auch beim „Nachtjournal“ vollflächige Bilderflächen hinter den Moderationen. Das wurde bei „RTL aktuell“ bereits vor sehr langer Zeit eingeführt.




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In diesem Zuge wurde dann auch der kleine, zur Seite hin unterbrochene rote Balken, der im Ansatz noch im Logo der Sendung vorhanden ist, aus dem Hintergrund abgeschafft. Das „Nachtjournal“ erscheint zwar weiterhin in einem dunkleren blau als die Abendnachrichten, die Sättigung wurde aber ordentlich hochgeschraubt. Das sieht gut aus, wirkt aber je nach Umgebungslicht im heimischen Wohnzimmer angesichts der Sendezeit auch ein bisschen sehr intensiv.

© Screenshots: RTL

Besonders auffällig ist der neue Hintergrund, wenn gerade einmal kein Themenbild die Moderation begleitet. Der wurde nämlich komplett überarbeitet. Zwar gibt es weiterhin eine, nun klarer gezeichnete und stärker beleuchtete, Stadtkulisse bei Nacht. Um Köln handelt es sich aber nun nicht mehr. Der Dom, seit jeher im Hintergrund zu sehen, wurde aus dem „Nachtjournal“ entfernt. Das ist schade, denn der gehörte für mich zur Sendung –  und bei jedem Redesign bangte ich bereits darum, dass sie ihn fallen lassen. Beliebt ist der Dom derzeit nicht, wurde er doch vor einigen Wochen auch beim „Nachrichtenjournal“ von RTL II ersetzt.

© MG RTL D

Insgesamt erscheint das „Nachtjournal“ nun klarer gezeichnet und offener: Die Begrenzung durch Leuchtkästen an der „Decke“ wurde erweitert, wenn nicht sogar entfernt, und die milchigen Flächen wurden deutlich reduziert. Dafür gibt es beispielsweise nun eine deutlich detailreichere Zeichnung eines „Bildschirms“ bei Schalten. Vorher gefiel es mir dennoch besser. Ich bin kein großer Freund davon, dass nun überall vollflächige Bilder genutzt werden. Und der Dom, der fehlt.