Wegen eines Umbaus des Studios musste „daheim + unterwegs“ im Sommer vor der Einstellung in ein Provisorium umziehen (siehe Telenotiz vom 26. Juli) – abgesehen vom Wegfall der vorderen Sitzecke machte sich danach aber kein großer Umbau bemerkbar. Jetzt ist klar. Das „House of WDR“ wurde auf das „Morgenmagazin“ vorbereitet.

Der komplette vordere Bereich des Allzweck-Studios, aus dem der WDR bereits „Markt“, „Westart“, „Servicezeit“, „Aßmann am Samstag“, „Frau TV“, „Monitor“ und den „d+u“-Nachfolger „Hier und heute“ sendet, wurde gründlich umgebaut und bietet nun Platz für eine weitere Moderationsposition mit Stehpult. Links davon wurde außerdem die „Kleinste Bühne der Welt“ aufgebaut; von dieser Position präsentiert Donald Bäcker aber auch das Wetter und Peter Großmann Teile des Sports. Optisch macht dieser Bereich am wenigsten her und wirkt wie nur schnell zusammengezimmert.




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Apropos schlimm: Was hat man sich beim WDR bei der neuen Dauereinblendung mit Sendungslogo und Uhr gedacht? Die Form hat man grundsätzlich erst einmal beibehalten, statt als App-Icon ist die Logo-Uhr-Kombi nun aber eine quadratische Kachel. Die sieht leider sehr gedrungen aus: zu den Seiten gibt es quasi überhaupt keine Schutzzone, dafür prangt eine riesige Lücke zwischen Logo und Uhr. Das sieht tatsächlich sehr fürchterlich aus. Nett ist, dass man die „Touch“-Animation beim Wechsel zur Bauchbinde beibehalten hat, chic ist auch die Wanderung des Sendungslogos weiter nach unten. Die Bauchbinden fallen allerdings zu schlicht aus, aber das kennt man vom WDR ja mittlerweile.

© Alle Screenshots: WDR/Das Erste

Ich hatte erst große Sorge, als die Ankündigung des Umzugs ins Allzweckstudio bekannt wurde, weil ich mich durch den permanenten Einsatz im WDR einfach sehr satt daran gesehen habe. Aber durch die zusätzlichen Positionen im vorderen Bereich und der Abdeckung mancher Beton- und WDR-Schräge-Flächen wirkt es gar nicht mal so schlimm, dank roter Teppiche und Flächen auch nicht so eisig wie die anderen Sendungen aus dem Studio. Schön ist, dass auch weiterhin aus dem Zentrum des Studios moderiert wird, man also andere Moderationsposten im Hintergrund dann als Kulisse sieht. Der Schreibtisch steht nun auf einem Podest (in den anderen WDR-Formaten ist das die Bühne), wodurch es gleich zwei Moderationspositionen gibt. Das ist schon ein wenig gewieft. Die Sitzecke, nun angewinkelt statt gebogen, sorgt allerdings für unangenehme Distanz zwischen den beteiligten.

© WDR/Das Erste

Beim neuen Logo der Sendung verhält es sich ähnlich wie beim Studio: Eigentlich hat man sich durch die omnipräsente Verwendung dieser Schrift im WDR schon mehr als nur satt gesehen, durch den Einsatz von Versalien hat es aber wenigstens etwas Eigenständigkeit. Erfreulich ist, dass die bisherige Musik nur leicht modifiziert wurde. Durch die animierten Flächen im Hintergrund rückt das „ARD Morgenmagazin“ auch ein wenig näher an die Mainzer Kollegen, was vielleicht nicht beabsichtigt war, aber ein nettes Feature ist.

© WDR/Herby Sachs

Das Studio wird wie bereits erwähnt ja auch für etliche andere WDR-Formate genutzt – in der Spitze wird der WDR nun am Tag über sechs Stunden alleine aus diesem Studio senden. Wie der Umbau auf den „Morgenmagazin“-Look abläuft, hat man bereits auf Facebook gezeigt: