Über zwei Jahre ist es her, dass Axel Springer ankündigte, den übernommenen Dokumentations- und Infokanal N24 umzubenennen. Anfang kommenden jahres wird es nun so weit sein.

Es ist wohl die Namensumstellung, die sich in der jüngsten Geschichte des deutschen Fernsehens am längsten hingezogen hat und auch weiter hinziehen wird. In kleineren Schritten wurden N24 und Welt immer weiter aneinander herangeführt: Erst mit einem Gemeinsamen Claim („Check die Welt“), dann wurde im vergangenen Jahr ein neues On-Air-Design mit dem von der „WELT“ gewohnten Schriftbild eingeführt, und zum Jahreswechsel starb dann auch bereits N24.de und ging, mehr oder weniger gut integriert, in Welt.de auf. Nur im Fernsehen hat man sich vom bisherigen Namen noch immer nicht beschäftigt.




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Diesen Schritt vollzieht man nun zum Jahreswechsel, wie N24 beziehungsweise WELT am Donnerstag  ankündigte. Ab dem 18. Januar kommenden Jahres wird der lineare Kanal ebenfalls den Namen WELT tragen – übrigens ohne irgendeinen Zusatz, die 24 stirbt also gleich mit. Das Logo ist das schon aus dem Print-Titel und der Webseite gewohnte, das bei der Vorstellung des neuen On-Air-Designs von N24 auch schon in einem Anwendungsbeispiel anstelle des N24-Logos im unteren, linken Eck zu sehen war. Das kleine „e“ finde ich nach wie vor ungewohnt, aber es hat sich ja etabliert. Am Design wird sich entsprechend auch nicht viel ändern, was gut ist, denn schließlich ist dies (bis auf die weißen Bauchbinden bei Dokus) ein sehr schönes. Nur am Studio soll es Veränderungen geben. Die wurden, bislang noch nicht umgesetzt, aber ja auch schon für die Zeit nach der US-Wahl angekündigt.

© WELT

Ganz stirbt die Marke N24 allerdings doch nicht. Kurioserweise wird der im vergangenen Jahr gestartete Timeshift-Sender N24 Doku, der das Programm von N24 beziehungsweise künftig WELT um eine Stunde versetzt und ohne die lästigen Nachrichten sendet, wird seinen namen nämlich behalten. „N24 Doku ist ja noch ein sehr junger Sender. Wir halten es daher für sinnvoll, beim gewohnten und gerade erst gelernten Namen zu bleiben. Die Marke N24 selbst stellt im TV-Markt einen Wert dar, von dem wir im Doku-Bereich mit dem Timeshift-Sender weiter profitieren können“, erklärte Senderchef Thorsten Rossmann diesen skurrilen bis merkwürdigen Schritt gegenüber DWDL.de, zeigte damit aber auch schön, womit man N24 eigentlich verbindet.

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