Alaaf, Helau und Wuppdika!
Super Dickmann’s „Berliner“ von Storck

So sehr ich Karneval verachte, so sehr gefällt mir die einzige positive Seite an diesem kruden Massen-Besäufnis: Die Bäcker dieses Landes bringen Abwandlungen ihrer Berliner Ballen in die Theken. Von Nugat bis Schlumpf, von Eierlikör bis Hugo habe ich da schon vieles gesehen. Und in diesem Jahr hat auch Storck „Berliner“ entwickelt.Besonders toll bei Super Dickmann’s „Berliner“ gefällt mir, wie durch die Gansfüße im Namen schon deutlich wird, dass man mit allem zu rechnen hat – nur eben nicht mit echten Berlinern. Storck hat vor allem versucht, optisch in die Nähe der frittierten Klumpen zu kommen: Außen hellbraun und weiß bepudert, innendrin weitestgehend hell und mit einer marmeladigen Füllung. Das hat optisch als verkleinerte Variante eines Berliners ganz gut geklappt.



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Geschmacklich haben die Super Dickmann’s „Berliner“ aber nur wenig mit einem echten Berliner gemein, und das liegt nicht daran, dass es sich natürlich primär um einen Schaumkuss handelt. Das größte Dilemma dabei  das optische Zucker-Imitat: Während es im Kern immerhin noch eine, wenn auch viel zu süße, ru gibt (Himeere), hatte irgendjemand die Idee, dass es doch toll wäre, die „Berliner“ mit Kokosflocken zu bestäuben. Ja, richtig, Kokos. Das schmeckt nicht im Vergleich zum Rest äußerst fad und, das ist auch eine Leistung, dominiert letztlich doch, weil sie an den Zähnen zurückbleibt. Warum aber Kokos plötzlich zu Karneval und einem Berliner gehört, wird wohl auf ewig das Geheimnis von Storck bleiben. Die labberige Waffel darf übrigens auch nicht fehlen, gehört aber eben zu den Dickmann’s dazu. Schade ist, dass die Hülle nur nach Schokolade aussieht, aber gar keine ist.

Super Dickmann’s „Berliner“

August Storck KG
6 x 26,5 g
396 kcal/100 g
1,99 Euro
vegetarisch
3,5 von 5
An sich ist die Idee gar nicht schlecht, auch mal eine vom Karneval angehauchte Süßigkeit auf den Markt zu werfen. Dafür erst einmal Lob an Storck. Mit den Kokosflocken sabotiert Storck dieses an sich runde Produkt aber dann doch zu sehr. Im nächsten Jahr bitte noch einmal versuchen, dann aber mit einem anderen Element als Zucker, vielleicht ja Zucker. Ohne Kokos finde ich den mit einer zusätzlichen Fruchtfüllung ausgestatteten Schaumkuss nämlich ganz nett.

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