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Nur noch 5+8 Wochen: Heimweh, Wetter, Wohnung

Please do not feed the seagullsHeute haben wir wieder einmal erleben dürfen, wie heimtückisch das Wetter in einem Küstenort sein kann. Während es bis in den frühen Nachmittag hinein immer wieder „cats and dogs“ geregnet hat, war danach wieder schöner Sonnenschein bei annehmbaren Temperaturen. Auch gestern war das Wetter sehr gut – so gut, dass ich mir beinahe eine kurze Hose gekauft hätte. Im Moment wäre mir lieb, wenn das Wetter so gut bliebe. Denn in der Wohnung fühle ich mich leider gar nicht wohl.

Das Haus ist eigentlich ganz lustig. Die Wände sind schief und krumm, ebenso die Böden. Das Zimmer neben mir wird von Angi bewohnt. Wenn sie abends das Licht einschaltet, dann leuchtet bei mir ein Spalt am Boden. Denn zwischen Wand und Luft ist so viel Platz, dass man sogar etwas ins andere Zimmer schieben kann. Mein Schrank hat aufgrund der Schräglage des Bodens bereits kleine Korrekturplättchen unter den vorderen Füßen. Da mein Waschbecken bereits von der Wand fällt, wird dieses noch durch zwei Balken gestützt. Crazy! Irgendwann bricht hier wohl alles ein. Immerhin funktioniert seit Freitag aber unsere Waschmaschine. Das Bad ist übrigens so niedrig, dass ich in der Dusche nicht aufrecht stehen kann und beim Rasieren vor dem Spiegel sitzen muss. Gehe ich hoch in mein Zimmer, gehe ich die halbe Zeit geduckt. Nach Tenby habe ich einen noch schlimmeren Haltungsschaden als ohnehin schon.




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Da ich mit einer Mitbewohnerin wie schon in Wuppertal befürchtet überhaupt nicht klar komme und ich das Gute-Laune-Heucheln noch immer nicht so beherrsche, habe ich gestern die meiste Zeit auf meinem Zimmer verbracht. Tagsüber war ich eine Weile draußen. Anscheinend ist Tenby eines der Ausflugsziele von jungen Familien, denn auf der Straße war ordentlich was los! Glaubste nur wenne es selbst gesehen hast! Nachdem wir am Freitag noch gemeinsam den South Beach entlang gewandert sind (ein Fotoalbum dazu gibt es auf Facebook), habe ich gestern mal den Weg gen Norden angetreten. Das ist der Strand, den wir auch von unserem Wohnzimmerfenster aus sehen können. Der ist nicht ganz so groß, bei schönem Wetter aber auch idyllisch. Die wahren Briten haben sich auch schon am Strand gesonnt. Dafür war es mir dann aber doch zu kalt. Aber vielleicht hatte ich auch nur meine sehr kühle Erfahrung vom Freitag, als ich mit nackten Füßen durch die See lief, im Kopf. Das war mehr als nur kalt.

Heute war das Wetter wie bereits erwähnt leider nicht so prickelnd, erst später am Tag wurde es besser. Also habe ich die Zeit genutzt mein Zimmer mal ein wenig aufzuräumen. Das zweite Bett, viel mehr ist hier ja sowieso nicht, habe ich einfach zu sehr als Ablagefläche benutzt. Die Abwesenheit besagter Person habe ich außerdem genutzt, um mir endlich mal was richtiges zu kochen. Ich greife im Moment viel zu gerne zu Fertigkost, von der es hier gefühlt drölfmal so viel gibt wie in Deutschland. Am Abend war ich dann noch ein wenig spazieren. Erst alleine, dann nochmal mit Angi. Das tat verdammt gut.

Jetzt bin ich mal gespannt wie die Woche wird. Hoffentlich sonnig, damit ich nach der Schule nicht nur auf dem Zimmer hocke. Habe auch schon nach einer anderen Unterkunft geguckt, damit ich mich hier wieder wohler fühle, aber das ist finanziell keine Option. Bliebe nur der Flug nachhause, aber das ginge auch erst wieder übernächsten Samstag. Aber vielleicht wird die Woche ja nicht ganz so nervenraubend und tränenreich wie die erste endete. See you.

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