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Lasst uns einen Adventsbaum bauen

Adventskalender TanneWeihnachten rückt immer näher – und damit auch die Adventszeit. In weniger als zwei Wochen kann bereits das erste Türchen geöffnet werden, sofern man denn einen Adventskalender hat. Am Wochenende merkte mein Freund an, dass er sich noch gar keinen gekauft habe. Da war es praktisch, dass zu Hause auf meinem Schreibtisch längst einer in Arbeit war. Aus wenigen Holzleisten und umso mehr Papier habe ich in den vergangenen Tagen einen unkomplizierten Kalender gebastelt. Hier möchte ich euch kurz zeigen, wie ihr vielleicht auch selbst einem besonderen Menschen eine kleine Freude durch einen Advents-Tannenbaum machen könnt.

Das benötigt ihr:
4-5 Holzleisten
Papier oder Pappe
Kleber
Holzleim
Heißklebepistole
Handtacker
Feinsäge
LED-Lichterkette
evtl. Aufhänger

Schritt 1: Wir bauen uns einen Baum
Für diesen Schritt brauchen wir nicht viel: Wir besorgen uns vier bis fünf Holzleisten im Baumarkt oder greifen auf vorhandene Latten zurück. Ich habe mich für Leisten aus dem Baumarkt entschieden und dort auf welche in einer Breite von 4 cm zurückgegriffen. Die Fichtenleisten haben bei Hornbach eine Länge von 90 cm, bieten also reichlich Länge. Aus diesen Leisten sägen wir uns jetzt verschiedenlange Stücke. Mein Baum sollte unten etwa die Breite von etwa einem halben Meter haben. Nach oben müssen die Leisten nun natürlich immer schmaler werden. Ich habe die Balken bewusst nicht symmetrisch gesägt; man soll ruhig sehen, dass es ein eigenes Werk ist und der Baum wirkt in meinen Augen dadurch deutlich charmanter. Aus zwei schmalen Stücken kann man je nach Geschmack noch einen kleinen Stamm sägen. Die Spitze sollte nicht zu spitz sein, denn irgendwie müssen die verschiedenen Leisten ja nun auch zusammenhalten. Dafür eine nicht bearbeitete Leiste senkrecht auf die Mitte des Baumes legen, sodass diese von der Spitze bis zum Stamm reicht. Alles mit Holzleim verbinden, dabei die Leisten nicht unbedingt parallel zueinander anordnen, und unter Druck trocknen lassen.




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Schritt 2: Falten sind nicht schlimm
Nun machen wir uns an die Päckchen. Ich habe mich dafür entschieden, dem Baum über die Päckchen die eigentliche Farbe zu verpassen und daher auf grünes und braunes Papier zurückgegriffen. Das lässt sich aber natürlich variieren: Man könnte die Leisten lackieren oder beispielsweise nur Brauntöne nehmen, um einen erdigeren Look zu erhalten. Bei meinem Baum habe ich Papier genommen, weil dies weniger in die Handgelenke geht – stabiler ist aber natürlich Pappe. Aus dem Papier schneiden wir uns Quadrate und falten daraus nach dieser Anleitung Boxen. Eine Box besteht aus zwei Quadraten; das Quadrat für den Deckel sollte dadurch ein kleines bisschen größer sein. Bei Pappe würde ich einen Unterschied von etwa einem Zentimeter empfehlen, bei Papier darf es für den Halt auch ruhig etwas weniger sein. Insgesamt bauchen wir am Ende also 48 Schachteln, welche die 24 Boxen ergeben. Ratsam ist, sich schon vor dem Falten Gedanken über den Inhalt zu machen; so kann man verschiedene Größen falten.

Schritt 3: Ran an den Baum!
Nun haben wir unsere 24 Päckchen und auch der Baum sollte mittlerweile auch getrocknet sein, sodass wir an der Hinterseite der Spitze noch eine Aufhängung anbringen können (alternativ einfach ein Loch bohren). Wie im zweiten Schritt angesprochen, könnte man ihn nun noch lackieren, aber darauf habe ich bewusst verzichtet. Die Farbe kommt nun in Form der Päckchen an den Baum. Dafür die Unterteile auf den Baum legen und mit einem Handtacker auf dem Holz fixieren. Für den richtigen Halt sollten es schon zwei Klammern pro Päckchen sein. Hier reicht eventuell auch Heißkleber, aber mir ist es mit dem Handtacker doch lieber. Sind erst einmal alle Päckchen am Baum, kann man sich langsam Gedanken über die Verteilung der Zahlen machen. Schließlich soll die 9 ja nicht direkt neben der 10 liegen, oder? Auch hier hat man wieder freie Hand: Man kann sie sofort drauf drucken, mit einem Edding und schöner Handschrift selbst auf das Papier schreiben oder aus Filz zahlen basteln. Ich habe mich dafür entschieden, Zahlen im von ihm gemochten Font Alegreya Sans zu nehmen und auf die Päckchen zu kleben.

Schritt 4: Es werde Licht!
Der besondere Clou an diesem eigentlich recht schlichten Kalender ist die Beleuchtung. Kommt die Tanne sonst ziemlich effektlos daher, kann sie doch tatsächlich leuchten. Dazu habe ich eine 20er-LED-Lichterkette gekauft. Die gibt es bereits für einige Euro. Ich habe mich für eine batteriebetriebene Variante entschieden. Dadurch muss man zwar den Klotz für die Batterien unterbringen, ist aber am Ende auch nicht an einen freien Fleck in Nähe einer Steckdose gebunden. Den Batteriekasten habe ich relativ mittig hinter dem Baum angebracht, sodass der Schalter an der unten Kante erreichbar ist, man den Kasten hinter einem Päckchen aber dennoch nicht sieht. Zur Befestigung habe ich auf die Heißklebepistole zurückgegriffen. Damit habe ich einige der Lampen auf der Vorderseite dann auch noch einmal fixiert. Und schon ist der Baum fertig und ein besonderer Mensch hat Grund zur Freude (das Befüllen dürft ihr nur nicht vergessen!).

Abwandlung: Ein Star to go, bitte
Noch gar nicht erwähnt habe ich in meiner Ausführung den Stern auf der Spitze (es soll zumindest einer sein). Da mein Freund die letzten Tage des Adventskalenders gar nicht daheim ist, er aber – wenn er mag – dennoch nicht auf die tägliche Überraschung verzichten sollen muss, habe ich an der Spitze noch einen Stern angebracht. Dafür aus vier etwas schmaleren Leisten ein Quadrat basteln und dieses auf der Rückseite so fixieren, dass zwei kurze Balken direkt an der Baumspitze anliegen. Darauf dann noch zwei Leisten senkrecht zur Mittelleiste anleimen, sodass man den Stern wie auf Schienen auf und ab schieben kann. Dadurch hält er sicher am Baum und fällt nicht nach vorne, ist aber eben auch abnehmbar.

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