WERBUNG

I survived the Pembrokeshire Coast Path. Zumindest einen Teil

Pembrokeshire Coast PathDen gestrigen Abend habe ich erst einmal außer Haus verbracht, um ein bisschen Ruhe einzubringen und sie vor allem auch selbst zu finden. Heute bin ich dann bereits früh in Lamphey, dem Ort meiner Schule, zur Küste aufgebrochen und bin den Pembrokeshire Coast Path bis nachhause nach Tenby gelaufen. Während mir vom Big Boss „zwei bis drei Stunden“ angekündigt wurden, habe ich Tenby aber auch nach vier Stunden noch nicht gesehen …

Angi hatte letzte Woche einmal gescherzt, dass wir ja einmal komplett an der Küste Pembrokeshires entlangen wandern können. Nachdem aber unser Trip bis zum Ende des South Beachs bereits eine halbe Ewigkeit gedauert hat, haben wir die Idee im Ansatz – zumindest ich – dann aber doch verworfen. Heute ergab sich dann die Möglichkeit, da ich kurz in Lamphey war, einfach von dort aus zurück zu laufen. Und diese habe ich dann auch prompt wahrgenommen. Dass ich nur einen halben Liter Wasser und ein Mars-Duo dabei hatte, zeichnete sich bereits recht schnell als kleines Problem ab. Aber für den Ausblick hat es sich wirklich gelohnt. Und ich ging ja auch wirklich davon aus, dass es keine drei Stunden dauern wird und habe hinter jedem Hügel den freien Blick in Richtung Tenby vermutet. War nur leider nicht so.

Es hat sich als Vorteil erwiesen, dass ich bereits um kurz nach 8 Uhr aufgebrochen bin. Nicht, dass es hier in Wales übermäßig warm wäre – im Gegenteil, es gab vergangene Nacht sogar Frost. Doch wandert man länger durch die Sonne, dann wird es in Kombination mit der körperlichen Ertüchtigung doch recht schnell warm. Später, als die Sonne richtig hervor kam und sich nicht mehr hinter Wolken versteckte, war es stellenweise echt anstrengend. Es hat sich außerdem als Nachteil erwiesen, dass ich bereits um kurz nach 8 Uhr aufgebrochen bin. Denn dadurch war die Sonne noch nicht lange genug draußen und viele Wege des Trampelpfades waren noch sehr matschig und dadurch auch rutschig. Gerade bei Passagen, die mich hoch auf die Hügel führten, war dies nicht immer ein Erlebnis. Zumindest die Kuh-Herden am Wegesrand hatten aber ihren Spaß, als ich einmal „volle Kanne“ nach unten gerutscht bin.




Werbung

Unterwegs habe ich jede Menge Wiesen, das Meer und natürlich auch sehr viele Klippen und einige Strände gesehen. Vor allem die Klippen waren sehr faszinierend, weil sie auch wirklich immer wieder annders aussahen. Wirklich beeindruckend. Ich habe ein paar Bilder mit meinem leider nicht stark beladenem Handy gemacht; da ich die Wanderung spontan getätigt habe, lag meine Kamera leider noch in meinem Zimmer. Das ärgert mich doch ein wenig. Die Bilder von der ersten Hälfte meiner Wanderung gibt es wie immer auf Facebook.

Pembrokeshire Coast Path_1Das größte Problem war wirklich mein Durst. Es ist wirklich nicht zu unterschätzen, wie oft es steil nach unten geht und dann am Ende wieder steil bergauf. Als meine Flasche nur noch eine kleine Pfütze beinhielt war die Freude immens, als ich sah, dass ich extrem steil nach unten laufen muss und am Ende eine sehr steile, in die Natur eingelassene Treppe auf mich wartete. 112 Stufen waren nicht wirklich lustig – vor allem, da ich auch hier wieder enttäuscht wurde, als ich oben angekommen wieder nicht Tenby erblicken konnte. Gruselig waren außerdem zwei Stellen, bei denen ich über Gelände des Militärs laufen musste. An den Toren hingen auch Hinweise darauf, dass dort auch heute noch Schussübungen durchgeführt werden und wann dies der Fall ist. Wie ihr seht, habe ich aber überlebt.

Nach dreieinhalb Stunden bin ich durch einen kleinen Holiday-Park gelaufen, wo mehrere Hundert Container-Häuser auf ihre Besitzer warten. Dort gab es auch eine kleine Bar. Nachdem ich erst daran vorbei ging, habe ich angesichts des Durstes – mein Kreislauf war nicht mehr so anwesend wie er es hätte sein sollen – doch allen Mut zusammengefasst und bin hinein und habe gefragt, ob sie auch Touris Getränke verkaufen oder nur den Bewohnern. Eigentlich nur den Bewohnern, aber nach Rücksprache mit der Geschäftsführung habe ich dann doch ein Glas Wasser bekommen und das dann sogar auf’s Haus. So glücklich war ich schon lange nicht mehr! Aber auch auf dem Gipfel des nächsten Hügels konnte ich Tenby nicht erblicken und sah nur die bereits beschriebene Treppe.

Nach viereinhalb Stunden habe ich dann eine kleine Abkürzung genommen und entschied, da ich den Nachbarort Penally bereits erblicken konnte, nicht einmal komplett um das Gelände des Militärs an der Küste entlang zu laufen, sondern querfeldein an der anderen Grenze zum umzäunten Bereich vorbei und weiter über die Straße zu laufen. An der Stelle hatten wir vergangene Woche unsere Exkursion auch abgebrochen; den Rest (South Beach) kannte ich also ohnehin bereits. Am Bahnhof von Penally befindet sich eine kleine Gaststätte, wo ich mich erstmal mit Chips and a can of coke gestärkt habe. Flüssigkeit, Essen, und einfach sitzen – ein Traum, denn auch die Füße und Knie wollten langsam nicht mehr. So habe ich auch recht schnell beschlossen, dass ich das letzte Stück (zu Fuß etwa eine Stunde) mit der Bahn überbrücken werde. Gewandert bin ich also „nur“ von Fresh Water East bis nach Penally, könnt ihr euch auf Google Maps ja einmal anscheuen 😉 Um kurz vor 2 war ich dann auch zuhause und unter der Dusche, wo es nur kaltes Wasser gab. Aber das ist wieder eine andere Baustelle …

WERBUNG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.