Werbung

Eine Woche – Ein Brot

Eine Woche - Ein BrotJe später der Tag oder Abend, desto besser funktioniere ich. So verhält sich natürlich auch mein Magen. Soll heißen: Das Frühstück kommt meist zu kurz und findet nicht selten irgendwann mittags statt, wenn ich langsam hungrig werde. Der Appetit fehlt morgens. Das ist natürlich nicht gut. Also habe ich mir etwas Neues vorgenommen: Eine Woche – ein Brot!

In Wales habe ich deutsches Brot zwar immens vermisst, doch auch nach meiner Rückkehr ist das Frühstück nicht weiter in den Vordergrund geweckt. Morgens bleibe ich lieber ein paar Minuten länger liegen, in der Uni gibt es spätestens mittags in der Mensa etwas – und wenn ich doch hungrig werde, dann muss halt ein Brötchen vom Kiosk reichen. Das geht natürlich auch besser, ein Frühstück sollte zum Start in den Tag ja eigentlich dazu gehören. Nur: Seitdem mein Lieblingsbäcker im Dorf dicht gemacht hat, habe ich noch viel weniger Lust am Brot.

Was kann man da also tun? Ich tobe mich herzlich gern in der Küche aus. Und habe mit den Backfähigkeiten meiner Mutter tatsächlich auch etwas Brauchbares geerbt. Das weiß jeder, der meine Instagram-Bilder verfolgt. Dort gibt es ja immer wieder mal eine Torte zu sehen. Das liegt mir einfach und macht Spaß. Nur an Brote, da habe ich mich nie so recht heran getraut. Ab und zu mal eine Fertigmischung, aber das macht noch lange kein frisches Brot und grenzt an ein Verbrechen. Im letzten Jahr habe ich dann mal ein Weißbrot gebacken, das war aber auch nicht der Knüller. Und so geriet die Brotbäckerei wieder in Vergessenheit.




Werbung

Jetzt ist es so, dass ich dieses Semester vor allem mit Hausarbeiten beschäftigt bin und so den ganzen Tag am Schreibtisch sitze (Theorie). Im Umkehrschluss heißt das: Noch mehr Potential, einfach irgendwas in sich hinein zu schieben, aber bloß kein Frühstück. Also habe ich mir gedacht: Warum nicht die viele Zeit zuhause nutzen, um auch mal etwas Neues auszuprobieren?

Das war vor drei Wochen und mein Brotbackbuch wanderte wieder nach vorne. Ein Brot pro Woche soll es nun frisch geben. Weil ich eigentlich schon beim ersten Mal nicht damit rechnete, dass ich es wirklich durchziehe, freut es mich umso mehr, dass ich das nun schon die dritte Woche in Folge so praktiziere. Natürlich, die Anfänge sind klein. Erst einmal nur ein Buttermilchbrot aus dem Topf. Heute mal ein Weizenmischbrot, das am Ende zwar wirklich schmeckt, aber auch gerne hätte mehr in die Höhe wachsen dürfen. Ja, die wirklichen Brocken kommen mit Sauerteig & Co. vielleicht irgendwann noch, an die wage ich mich noch nicht. Aber ich bin im Moment wirklich richtig motiviert, das durchzuziehen und jedes Mal besser zu machen. Und entdecke das Frühstück langsam wieder für mich.

Brot zu backen ist schwierig, habe ich lange gedacht. Torten liegen mir deutlich mehr, das merke ich bereits. Aber auch bei Brot gibt es leichte Anfängerrezepte. Und die sollte man ruhig ausprobieren. Und auch viel Arbeit oder Zeitaufwand ist es dann eigentlich auch nicht: Die Ebbe und Flut Gehzeiten erledigt das Brot ja eh von selbst.

Werbung

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*