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Die erste Woche in der Schule: Practice makes perfect!

TenbyDiese Woche war ich oft so tired, dass ich es einfach nicht mehr geschafft habe. Aber es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Bericht aus Wales, denn meine erste Woche in der Schule ist nun auch bereits rum. Freitags habe ich nämlich immer meinen freien Tag, was praktisch für Reisen ist, sofern sie im Budget liegen. Ich hatte in dieser Woche die Möglichkeit, gleich in zwei Klassen hinein zu schnuppern. Und die Zeit in der zweiten Klasse habe ich wirklich genossen.

Am Montag und Dienstag habe ich in Year 5 hospitiert. Leider fühlte ich mich dort nicht so richtig integriert – aus dem einfachen Grunde, dass die Klasse bereits am Mittwoch einen mehrtägigen Ausflug nach Cardiff unternommen hat und daher noch einiges – von Formalia bis hin zu Stadtgeschichte – geklärt werden musste. Das war von Natur aus eben nicht so interessant für mich, da ich zuhause geblieben bin. Umso erleichterter war ich aber, als ich am Dienstag zumindest mal eine ruhige Minute fand, um mit meiner Lehrerin zu sprechen. Sie sagte bereits, dass es auch für mich ab kommender Woche viel interessanter wird.

An beiden Tagen war die Klasse außerdem mit Mock Exams beschäftigt. In einigen Wochen stehen nämlich die großen Tests an und darauf werden die Schüler im Moment ziemlich hart vorbereitet. Besonders ist mir hierbei die motivierende Vorgehensweise aufgefallen. Während ich aus meiner eigenen Schulzeit vorwiegend kenne, dass vom Nicht-Bestehen ausgegangen wird und mit den Konsequenzen gedroht wird, werden die Kinder hier enorm dazu ermutigt, dass sie alles schaffen können und es gar nicht so kompliziert ist. Wie sagt meine Klassenlehrerin immer: „Practice makes perfect!“. Alles natürlich mit dem Hinweis, dass die Tests von der Regierung kommen, nicht von den Lehrern. Aber das kennen wir ja ansatzweise mittlerweile auch aus Deutschland. Grüße an alle, die gerade ihr Abitur machen. Meine Tätigkeit beschränkte sich weitestgehend auf ein wenig Hilfe in Mathe – wobei hier die Subtraktion und Division ziemlich anders vollzogen wird und ich mich erst in das andere Konzept einfinden musste.




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Die anderen beiden Tage, Mittwoch und Donnerstag, war ich dann Gast in Year 3. Hier war es deutlich anders. Das lag zum einen am Lehrer, der wirklich eine sehr coole Socke ist und sehr straight forward seinen Weg geht – ohne dabei seinen Humor zu vergessen. Und eben auch daran, dass er unmittelbar nach den Ferien keinen Ausflug nach Cardiff planen musste. In der Klasse habe ich zunächst auch nur hospitiert, recht schnell aber auch die Rolle eines Teaching Assistant übernommen. Heute habe ich beispielsweise auch hier in Mathe geholfen; Addition war das Thema. Während ich im anschließenden Kunst-Unterricht nicht viel helfen konnte, war ich gestern in der zweiten Hälfte nach der Lunchbreak aber durchgehend beschäftigt. Alle Schüler müssen permanent das Lesen trainieren und dem Assistant vorlesen. Dazu wird der Schüler aus dem Unterricht gepickt und muss in einer ruhigen Ecke des Klassenraums aus einem Buch vorlesen. Das war gestern dann meine Aufgabe 🙂 Ihr glaubt gar nicht, wie leise Kinder sprechen können! Insgesamt war Year 3 deutlich aufgeschlossener und neugieriger, was herzerwärmend sein kann. Auch an die Sprache gewöhne ich mich langsam.

All in all war ich so doch sehr erschöpft. Dienstag hatte ich ja noch das UK-Update nach Feierabend geschrieben und Year 3 war alleine durch die Lautstärke schon deutlich anstrengender als Year 5. So bin ich gestern nach dem Essen einfach mal kurz, also fünf Stunden, eingeschlafen. Aber wat willste machen! Der nächste Eintrag wird sich dann voraussichtlich erstmal wieder um Tenby und unser Heim drehen. Hwyl Fawr!

(Bilder sind ab und zu vielleicht etwas verpixelt. Das liegt leider an der miesen Verbindung hier, bei der automatisch eine verringerte Qualität ´verwendet wird. Tut mir Leid 🙁 )

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