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Das war’s – 2016. Mein Jahresrückblick

Das war's – 2016. Mein Jahresrückblick

Das Jahr 2016 ist aus vielerlei Hinsicht endlich vorbei – und es ist so viel passiert, dass ich wirklich bis zum Abschluss warten wollte, ehe ich wieder einen kleinen Jahresrückblick schreibe. Vor einem Jahr war mir nach sehr missverständlichen zwölf Monaten ja nicht danach, aber 2016 ist es wirklich wieder wert, festgehalten zu werden. Denn ein Rückblick zeigt auch immer: So schlecht war das Jahr persönlich dann eben doch nicht.

2016 war das Jahr der Veränderung
2015 war für mich noch ein schwieriges Jahr. Todesfälle überforderten mich, im Umfeld gab es schwere Krankheiten und ich habe mir in der Uni so viel vorgenommen, dass ich mich in der Kombination aller Umstände vor lauter Stress selbst nicht mehr ertragen konnte und nicht mehr ich selbst war. Dass es dadurch auch privat noch schwierig wurde, war am Ende dann vielleicht sogar ein Befreiungsschlag für mich, den ich in das neue Jahr übertragen habe. Ich habe mich als deutlich bestimmter empfunden und das auch in meiner Persönlichkeit gemerkt. Ja, ich bin streitbar und ecke an, weil ich mir erlaube, eine Meinung und viel wichtiger auch eine Haltung zu haben. Da kommt nicht jeder mit zurecht. Damit wiederum komme ich aber zurecht. Ich weiß, auf wen ich mich verlassen kann. Und wer mir nicht ungerechtfertigt doof kommt oder mich monatelang anlügt, der darf sich auch auf wundervolle Zeit mit mir einstellen. Diesen Weg bin ich 2016 vielleicht so konsequent gegangen wie lange nicht und fühle mich damit pudelwohl, weil ich nur so ich selbst sein kann. Das habe ich mir viel zu lange nicht mehr gestattet.

Genug für heute, morgen dann die Hängeschränke 🙂

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2016 war das Jahr der Ausgaben
Das abgelaufene Jahr war ein verdammt teures für mich, weil neben geplanten Ausgaben auch noch größere hinzukamen, die ich definitiv nicht leisten wollte. Dabei fing das Jahr super an: Endlich habe ich mir den lange ersehnten Umbau der Küche mit einer endlich passenden Arbeitsplatte und neuen Spüle gegönnt, nachdem ich fast fünf Jahre die viel zu kurze und nicht auf den Raum angepasste Platte meiner Oma nutzte. Der Küchenumbau war wirklich der ganze Stolz und führte dazu, dass ich auch wieder lieber Freunde einlud. Nur wusste ich da ja noch nicht, dass einen Monat später pünktlich zu meinem Geburtstag das Ceranfeld springt. Und im Jahresendspurt dann auch noch die Kühl-Gefrierkombi den Geist aufgibt. Das hätte echt nicht sein müssen, liebes Jahr. Das erste Mal seit über einem Jahrzehnt habe ich mir noch dazu nämlich noch einen Sommerurlaub gegönnt, wie ihr hier im Blog ja auch schon lesen konntet. War, wie der Austausch des defekten Bettes und der Verkleinerung des Kleiderschrankes, nicht zwingend nötig, aber toll.

Torte mit Zucker statt Brot und Salz zur Büroeinweihung.

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2016 war das Jahr der Leistungen
Und vielleicht war der Urlaub auch doch ein bisschen nötig. 2016 war nämlich immerhin auch das Jahr, in dem ich in der Uni noch einmal richtig Gas gegeben habe und im Sommersemester meine Kapazitäten voll ausgenutzt habe. Zum Teil hatte ich als Teil meines Master-Studiums drei Präsentationen in der Woche – und ganz nebenbei ja auch noch meine Bachelorthesis offen. Die habe ich erfolgreich hinter mich gebracht und die Note rechtfertigte dann auch einen kleinen Spanienurlaub als Belohnung, wo ich dank des App-Zeitalters dann mitten bei der Sangria per Push-Benachrichtigung von meinem Bachelor-Abschluss erfahren habe. Das war ein sensationelles Gefühl! Auch für eine Angst-Prüfung lief es im Sommer phänomenal gut, die Noten in Geschichte könnten derzeit kaum besser sein. Noch dazu war 2016 das Jahr, in dem das UK-Update bei DWDL.de bereits den fünften Geburtstag feierte. Ebenso lange bin ich nun bereits mit an Bord, wofür es dann zur Büro-Einweihung auch mal eine Torte geben durfte. Seit dem Sommer lest ihr außerdem ein bisschen mehr von mir. Ich bin gerade jetzt während des Praxissemesters noch einmal glücklicher, einen so tollen Job und auch so liebe Kollegen zu haben.




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Nachhause darf mich jetzt gerne die Bahn bringen. Tschö, Troisdorf. Ciao, @wochennotiz

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2016 war das Jahr der Anstrengungen
Eigentlich müsste man das Jahr in zwei Blöcke teilen. Insbesondere in der zweiten Hälfte fehlte mir nämlich eines: Zeit. Im Praxissemester gehe ich voll auf und genieße wirklich die Zeit an der Schule. Das sehr frühe Aufstehen um 05:00 Uhr und der parallele Uni- und Arbeitsbetrieb ist aber tatsächlich nicht ohne und eben auch nur auf Zeit zu bewältigen. Die wichtige Erkenntnis ist für mich aber: So anstrengend es vielleicht auch sein mag, es ist auch ein immens tolles Gefühl, alles mit Freude und zur allgemeinen Zufriedenheit schaffen zu können. Selbst ein Unterrichtsbesuch, vor dem ich größere Panik schob, hätte kaum besser laufen können. Das macht mich wirklich glücklich. Schade war nur, dass die Fortsetzung meines Niederländischkurses gleich zwei Semester in Folge nicht zustande kam. Da hätte ich mich nämlich gerne noch zusätzlich angestrengt.

2016 war das Jahr der Podcasts
Es war die Neujahrsnacht, in der die absurde Idee reifte, gemeinsam mit einem sehr guten Kumpel einen eigenen Podcast zu starten. Wie ihr gehört habt (oder eben nicht), haben wir dieses Vorhaben aber doch irgendwann zu den Akten gelegt. Einen eigenen Podcasts braucht es aber auch gar nicht, schließlich habe ich mit der Wochennotiz einen sehr kurzweiligen Podcast für mich gefunden, bei dem ich im März dann auch selbst Gast sein durfte. Doch nicht nur die Wochennotiz war ein wichtiges Erlebnis, auf einmal war auch das Internet bei mir zuhause. Gavin Karlmeier packte seine Fritteuse einfach mal ein und verbreitete sein Fett in meiner Küche; mit im Gepäck etliche Hörer seines Podcasts #wirreden, von denen eben viele auch aus Wuppertal kommen. Ich mag die Sendung sehr – und eine Fritteusenfete mit lauter wildfremden Menschen und Live-Musik spontan in meiner Bude zu feiern, das war vielleicht das verrückteste Erlebnis der vergangenen Jahre. Und verdammt wichtig, denn kaum ein anderes Ereignis hätte so sehr für meinen 2016-Spirit stehen können, einfach alles zu machen, ohne sich lange den Kopf zu zerbrechen.

Diese Kappe: Liebe auf den ersten Blick. Leider bezahlte Liebe 😂

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2016 war das Jahr des Fahrrads
Zu diesen verrückten Dingen gehört auch, dass ich mein Fahrrad insbesondere in der ersten Jahreshälfte viel häufiger auch für weite Trips genutzt habe. Als es zu den Wochennotizen ging, habe ich mich einfach schon vormittags auf den Weg gemacht und habe die komplette Strecke von Wuppertal nach Troisdorf auf dem Fahrrad hinter mich gebracht. Ich fürchte, das war für Tim und Nick eine olfaktorisch besondere Erfahrung, aber für mich war es ein wichtiges Signal: Ich kann das schaffen! Bei der Jungfernfahrt der neuen Schwebebahn bin ich mitten in der Nacht einfach mal hingefahren; wer weiß, ob ich so etwas nochmal erleben kann. In Spanien habe ich mir in der prallen Hitze ein Mietrad genommen. Auch nach Düsseldorf ans ZfsL ging es einmal die komplette Strecke mit dem Fahrrad und im Sommer bin ich auch den Schulweg nach Mettmann einmal komplett geradelt. Ein paar Wochen habe ich jetzt noch, mein Vorhaben, auch morgens einmal mit dem Fahrrad statt dem Bus dorthin zu fahren, umzusetzen. Und erstaunlicherweise funktionierte dies alles, ohne neue Schäden am Fahrrad zu erleiden.

2016 war das Jahr der neuen Kontakte
Wichtig und irgendwo auch unter dem Aspekt „einfach mal machen“: 2016 habe ich für meine Verhältnisse viele neue Menschen kennen gelernt. Das ist zum Teil in Verbindung mit dem Punkt Podcasts zu sehen, aber auch in der Uni habe ich mich wieder deutlich wohler gefühlt als zu manchen Zeiten. Ich glaube, dort eine auch für die Zukunft wichtige Freundschaft geschlossen zu haben. Außerdem habe ich nach längerer Pause auch mal wieder Dates gehabt – aber da weiß ich wohl auch einfach zu sehr, was ich will 🙈

Tasche ist gepackt, morgen geht es in die andere Wohnung. Nacht, Internetmenschen!

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2016 war das Jahr der medialen Leere
Ich möchte es gar nicht zu schwarz malen, aber mir fehlen langsam die Ankerpunkte im Fernsehen. Dass es „TV total“ nicht mehr gab, ist wirklich bedauernswert. Und jetzt ist mit Domian auch noch der letzte verlässliche Begleiter verschwunden. Das ist wirklich bedauerlich und ich fürchte auch, dass es dem linearen und klassischen Fernsehen nicht gut tun wird, dass solche einzigartigen Ankerpunkte im Programm fehlen. Netflix und Amazon sind da für mich bislang keine wirkliche Alternative – und das Experiment Sky Ticket habe ich schnell alleine schon deshalb aufgegeben, weil es am Klapprechner nur im Vollbild geht und die Roku-Box echt sehr träge ist. Da wünsche ich mir für dieses Jahr wieder deutlich mehr innovative Trebkraft in den klassischen Medien. Im Radio habe ich mich zwar langsam an die neue Tagschicht von 1LIVE gewöhnt, insbesondere an Philipp Isterewicz und Benne Schröder, aber abends haben sie mich total verloren. Ich kann mich an den neuen „Plan B“ einfach nicht gewöhnen – was mich wirklich betrübt, ich finde UKW noch so charmant und hatte abends gerne Radio gehört statt fernzusehen.

2016 war das Jahr des WWW
Für mich hat sich in diesem Jahr auch im Internet viel getan. Der Snackblog ist komplett renoviert so richtig eigenständig geworden, auch wenn mich mein derzeitiger Zeitmangel etwas nervt. Im Sommer war ich außerdem für eine Woche Kurator des Twitteraccounts @WeAreWuppertal und konnte die Stadt ein wenig auf der Plattform repräsentieren. Snapchat habe ich auch kurz ausprobiert, aber mittlerweile aufgrund fehlender Sinnhaftigkeit (für mich) wieder deinstalliert. Eine spannende Erfahrung war auch mein bewusster WhatsApp-Verzicht in den letzten Wochen vor Weihnachten. Nicht immer erreichbar sein zu müssen – eine wirklich gute Erfahrung. Aber das verdient einen eigenen Beitrag.

Het Museum aan de Strom 's avonds.

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2016 war das Jahr der Ausflüge
Ebenfalls unter der Devise, einfach mal zu machen, habe ich mich 2016 auch einfach mal häufiger auf den Weg in andere Städte gemacht. Das traf auf den Urlaub zu, wo ich dank des Fahrrads mehr gesehen habe als gedacht, aber auch für kürzere Distanzen. Zu den Highlights gehört dabei ein erneuter Wochenendtrip nach Antwerpen; eine wirklich interessante und auf den zweiten Blick charmante Stadt in Belgien. Außerdem führte mich mein Weg für einen Tag ins niederländische Eindhoven. Das Städtchen hat mir ebenfalls gefallen und ein wenig habe ich es auch genossen, dort alleine gewesen zu sein. So musste ich mich für gleich zwei Museumsbesuche nämlich auch gar nicht rechtfertigen. Schön war’s!

Und wie soll 2017 werden?
Vorsätze habe ich keine. Es würde mich freuen, wenn die Familie irgendwann nicht mehr nach einem Skript von „Mitten im Leben“ oder dem „Blaulichtreport“ funktionieren würde, aber darauf habe ich keinen Einfluss. Schön wäre es, wenn ich endlich eine tolle Wohnung finden würde oder sich die Gegebenheiten hier im Haus wieder zum Besseren wandeln. Ich habe zuletzt viel abgenommen und es wäre natürlich toll, wenn es – wenn auch nicht so ungesund schnell – weitergehen würde. Den durch den Kühlschrank wieder aufgeschobenen Führerschein habe ich mir aber mal wieder vorgenommen. Am Ende ist mir allerdings einfach nur eines unabhängig des Datums wichtig: Weiter das tun, was mir gut tut. Das ist manchmal schon schwer genug.

2016 in drei Worten
Aufregend, verrückt, teuer, zielstrebig. Toll! Und zählen kann ich auch nicht.

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