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Das war’s – 2014. Mein Jahresrückblick

Mit großem Schrecken musste ich feststellen, dass der Jahresrückblick an dieser Stelle in den vergangenen Jahren offensichtlich ausfiel. Das kann aber doch kein Dauerzustand sein! Es war doch so viel los in diesem Jahr. Ein Blick auf mein persönliches Jahr 2014. Das war’s …

Mihi gaudio est: Sprachen über Sprachen
Ich studiere noch immer mit dem Ziel Lehramt, und weil ich es auf das Gymnasium abgesehen habe, werden einem gerne zusätzliche Steine in den Weg gelegt. Oder auf Deutsch gesagt: Ich brauchte unbedingt noch mein Latinum. Daran habe ich lange gesessen und ganz utopisch ja schon in Wales im vergangenen Jahr vorgehabt, mich auf die finale Pürfung vorzubereiten. Habe ich natürlich nicht, weil ich die Sprache so schnell auch nicht verstand. Dann kam der Wechsel in einen anderen Kurs und auf einmal machte Latein sogar ungeheuren Spaß. Dass ich das Latinum nach der schriftlichen und mündlichen Prüfung im März dann tatsächlich mit der Note „gut“ bestanden habe, ist vor allem auch ein Verdienst meiner absolut hervorragenden Dozentin. Frau Halbach versteht es, selbst die schwierigsten Grundlagen verständlich herüber zu bringen. Jetzt habe ich mein Latinum endlich in der Tasche und konnte mich an die nächste Sprache heran machen. Seit Oktober lerne ich nun Portugiesisch, also wieder eine Sprache, die man auch gebrauchen kann. Hier hilft mir natürlich, dass ich in der Schule schon Französisch und Spanisch lernte – wobei mir gerade Spanisch in der Ausprache große Schwierigkeiten bereitet, weil meine Vorkenntnis natürlich alles spanisch aussprechen will. Puxa! Aber dennoch ist es natürlich immer eine Freude, montags bis in den Abend in der Uni zu sitzen und eine neue Sprache zu erlernen.




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Einsatz in vier Wänden
Drei Jahre nach meinem Einzug in diese Wohnung folgte die erste Komplettrenovierung, die ich in diesem Jahr aber auch einfach nötig hatte, um mich weiter und lange in meiner Wohnung wohlfühlen zu können. Also bekamen im Frühjahr nahezu alle Wände erstmal einen neuen, ordentlichen Schwung Farbe verpasst. Außerdem habe ich meine Küchenstühle, wie seit dem Einzug bereits vorgehabt, neu bezogen und in allen Räumen neue Vorhänge installiert. Kaum war ich damit fertig und hab ein wenig die Ruhe genossen, da kam die nächste Idee: Es gibt doch bald eine Zahlung von der VG Wort, warum erneuerst Du dann nicht endlich einmal die Böden? Das Laminat war noch immer das schlecht verlegte der Vormieter und neben den teils recht breiten Fugen entstanden mit der Zeit aufgrund des schiefen Bodens auch Stolperfallen. Es war also wirklich nötig. Gesagt, getan: Küche und Wohnzimmer landeten per Tetris-Methode komplett im Schlafzimmer, die Böden kamen raus – und nur drei Tage später als angekündigt und einen falschen PVC-Boden sptäter lieferte mir Poco dann auch tatsächlich meine neuen Böden. Der Frust über die Schlamperei beim Transport wich zum Glück schnell dem Stolz darüber, dass meine Wohnung nun noch einmal mehr zu meiner Wohnung wurde.

Drei Bilder meines Jahres: Renovierungs-Tetris

Weil Poco schlampte, sah mein Schlafzimmer mehrere Tage lang so aus. Im Hintergrund: Die neue Schlafzimmerwand mit einer dreigeteilten Blau-Abstufung.

Backe, backe … Brot?!
Neben dem Fahrrad habe ich ja noch ein weiters Hobby: Während andere gerne Gartenarbeit verrichtet, mache ich gerne die Küche unsicher. Hinter dme Herd habe ich dabei gar nicht so viel Neues ausprobiert, dafür aber mit dem Mixer. Ich backe für mein Leben gern und habe dann in diesem Jahr endlich mal damit begonnen, auch selbst Brote zu backen. Ein Meister werde ich darin vermutlich nie und ich musste mich erstmal daran gewöhnen, dass Dinge auch mal nicht funktionieren können, sodass das Vorhaben „Eine Woche – Ein Brot“ keine zwei Monate hielt. Doch das war für mich ein Experiment, das ich im neuen Jahr wiederholen möchte; wenn auch nicht in so strukturierter Zeitfolge. Sondern einfach, wenn es passt.

Das Jahr des Fahrrads
Seit einigen Jahren habe ich wieder ein Fahrrad. Es ist nicht perfekt und hat viele Macken, könnte für meine Körpergröße auch etwas größer sein. Doch es tut mir gut, ein wenig durch die Natur zu radeln. Das sind Momente, in denen ich es tatsächlich schaffe, den Kopf auch mal abzuschalten. In der Vergangenheit beließ ich es meist bei der Sambatrasse, doch 2014 war hier anders: im Frühjahr nahm ich das Rad auch mal mit an den Essener Baledeneysee, bin spontan von zuhause nach Müngsten gefahren und habe auch die Korkenziehertrasse in Solingen erkundet. Und weil ich sie sehr liebgewonnen habe, blieb es dann auch nicht bei einem Mal. Die Korkenziehertrasse mit der verlängerten Fahrt nach Wuppertal-Elberfeld ist zu einer meiner Lieblingsstrecken geworden. Die letzte Critical Mass war zwar ein derber Reinfall, aber auch dieses kleine Event hat mir in diesem Sommer zwei schöne Abende bereitet und ganz nebenbei einen sehr tollen Menschen beschert. Und dann war da natürlich auch noch mein alljährlicher Allerheiligen-Ausflug nach Venlo, bei dem ich diesmal mein Rad dabei hatte und bekanntlich auf dem Heimweg einen riesigen Umweg fahren musste. Mir fehlt die Kondition für weite Strecken, und doch gilt: Ja, 2014 war definitiv das Jahr des Rads.

Drei Bilder meines Jahres: Das Fahrrad

Das Rad begleitete mich in viele Richtungen, wie hier an die Maas in Venlo/Niederlande.

Neue Gadgets – und der Abschied vom linearen TV?
Für mich war 2014 definitiv auch das Jahr der neuen Gadgets. Als kombiniertes Geschenk zu Weihnachten und meinem Geburtstag gab es ein einfaches Tablet, das mir den Uni-Alltag deutlich erleichterte, muss ich doch nun nicht mehr so viele Krombacher-Kisten in der Woche trinken, um meinen Papierverbrauch auszugleichen. Nachdem mein Handy endgültig auseinander fiel, musste ich leider auch dieses ersetzen und bin dadurch nun auch wieder in einem Vertrag gefangen. Das finde ich nicht all zu schön, bin ich doch gerne frei und ohne laufende Kosten, aber das Budget verlangte es in Kombination mit dem Wunsch nach einem vernünftigen Gerät eben so. 2014 war aber auch das Jahr von Chromecast und Fire TV. Der Chromecast-Stick ist bereits ein nettes Gadget, fristet aber meist doch ein Dasein am Zweitfernseher im Schlafzimmer. Ich nutze mein Handy doch lieber unabhängig vom Fernseher und diesen unabhängig vom Handy. Deutlich toller ist die Amazon-Box Fire TV, die Prime Instant Video und Netflix doch zu einer extrem tollen Sache macht und mich gleichzeitig tatsächlich vom linearen TV abbringt. Ich habe in keinem Jahr so wenig herkömmliches Fernsehen geschaut, habe ich doch zumindest auf die öffentlich-rechtlichen Mediatheken ohnehin Zugriff auf dem Fire TV und auch über Chromecast. Das sollte gleichzeitig auch eine Warnung an die Privaten sein, wobei ProSiebenSat.1 ja immerhin 7TV bereits für Chromecast programmiert hat. Aber von der RTL-Gruppe wende ich mich einfach schon wegen der mangelhaften Verfügbarkeit – für eine Now-App zahle ich bei der großen Auswahl an Alternativen nicht – schon ab.

Praktikabel
Über Arbeit möchte ich gar nicht zu viele Worte verlieren, das tat ich schließlich bereits im Rückblick auf ein Jahrzehnt Medienschreiberei. Also schwenken wir den Blick lieber in Richtung Studium: Nervige Hausarbeiten wurden erledigt und doch sind noch welche übrig. Und dann stand auch das erste Praktikum in Deutschland an. Ich fasse mich kurz: Es ist eine sonderbare Erfahrung, wenn Aspekte, bei denen man hoffte sie seien Vorurteile, noch um ein Sehrvielfaches übertroffen werden.

Urlaub in letzter Minute
Katzen vertrage ich überhaupt nicht – und in diesem Jahr musste ich lernen, dass ich auf Katzentiere doch deutlich allergischer reagiere als ich es je erwartet habe. Das hat mich auch meinen Sommerurulaub gekostet. Fast dachte ich, dass ich in diesem Jahr gar nicht mehr raus komme. Ende November habe ich es dann aber doch noch einmal auf die Insel geschafft. Eine Freundin ist kurzfristig als Au-Pair nach Manchester gegangen und ein Besuch musste natürlich sein. Manchester ist eine richtig tolle Stadt! Aber dabei sollte es nicht bleiben, denn es stand auch noch ein Ausflug nach York an. York ist ein richtig gemütliches Örtchen und die kleinen Gassen sind ein herrlicher Kontrast zur Großstadt. In die Gegend werde ich gewiss nochmal reisen. Obligatorisch war freilich auch ein Tag in London, wobei mir die Stadt nach einer langen Nacht dann doch irgendwann auch zu voll und anstrengend war. Ich habe mich aber sehr gefreut, das Königreich zu bereisen und in der kurzen Zeit so viel zu sehen – getoppt natürlich davon, meine Freundin endlich mal wiedersehen zu können. Dass ich extrem unerwartet auch über Weihnachten noch einmal wegfuhr und dabei ein grandioses Fest erlebte, ist ein weiterer Hach-Moment für diesen Block.

Das war neu
Oben habe ich schon einige für mich neue Gelegenheiten erwähnt, doch auch abseits dessen gab es einige Premieren, die aber nicht das Zeug zu einem eigenen Absatz haben – also kreieren sie nun gemeinsam einen. Von der ersten eigenen Krankenversicherung berichtete ich hier im Blog ja bereits. Eine gute Erfahrung machte ich hingegen beim Online-Kauf neuer Brillen. Weniger schön war es, zumindest für den Kopf, das erste Mal einen Waschsalon besuchen zu müssen. Das Internet von Unitymedia zu beziehen gehört zu den schlechtesten Ideen, die ich dieses Jahr hatte. Um Kirchen werde ich auch weiterhin, egal ws es auch für ein Ansatz ist, besser einen Bogen machen, wie ich in diesem Jahr bei einem Bruch mit dieser mir eigenen Regel nochmals lernen musste. Erstaunlicherweise sehr interessant war dagegen mein erstes Konzert mit nicht ganz alltäglicher Musik, genauer gesagt alter Musik, zu das ich den Mann, dem ich Honig um die Schnute geschmiert habe, begleitete. Und gleichzeitig brachte er mir schon sehr oft die Gewissheit: Nächstes Jahr gibt es weitere Premieren. Ich freu‘ mich drauf.

2014 abstrus zusammengefasst
Das Jahr begann mit einem Hoch, fand schnell sein Tief, um dann aber langsam wieder zu einem neuen Hochpunkt zu klettern. 2014 war also eine Kurvendiskussion.

Das war’s. Bis nächstes Jahr.

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